Kooperation mit der grow platform GmbH

Das Gewinnerteam des Contests in Ludwigsburg

Die Studierenden des Studiengangs „Internet und Online-Marketing“ absolvieren als Teil ihres Studiums im sechsten Semester die sogenannte „Startup-Werkstatt“. Über ein ganzes Semester hinweg muss eine praxisnahe, komplexe Aufgabenstellung bearbeitet werden, wie sie typischerweise bei Startups anfällt. Hierfür kooperierte der Studiengang „Internet und Online-Marketing“ dieses Jahr mit der grow platform GmbH – A Bosch Company.

Konkret mussten die Studierenden in Gruppen ein Marketing-Konzept für ein brandneues Internet-der-Dinge-Produkt aus dem Hause Bosch entwickeln. Unter permanenter Betreuung und Begleitung von Prof. Dr. Bela Mutschler und zweier Gründer aus dem Umfeld von Bosch arbeiteten die Gruppen selbstständig an ihren Konzepten.

Für die abschließende Präsentation der Ergebnisse fuhr der gesamte Kurs am 9.Juli nach Ludwigsburg zur grow platform GmbH. Die drei besten Teams erhielten Preise.

Wirtschaftsinformatik wieder unter den Top Ten

In einer aktuellen Studie der Zeitschrift Wirtschaftswoche landet die „Wirtschaftsinformatik“ der Hochschule Ravensburg-Weingarten, wie bereits im Vorjahr, bundesweit in den Top Ten.

Hochschulrankings blicken in der Regel aus der Perspektive der Studierenden auf die gehobenen Bildungsanstalten. Die Zeitschrift Wirtschaftswoche hat für ihre Bestenliste dagegen die Unternehmensbrille aufgesetzt und mehr als 500 Personalverantwortliche befragt, von welchen Hochschulen sie am liebsten Absolventinnen und Absolventen rekrutieren. In der aktuellen Studie landet die „Wirtschaftsinformatik“ der Hochschule Ravensburg-Weingarten, wie bereits im Vorjahr, bundesweit in den Top Ten. Die insgesamt vier Studiengänge, die an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Weingarten unter dem Dach der Wirtschaftsinformatik angeboten werden, sind im Ranking 2019 auf dem zehnten Platz gelandet.

„Wenn man bedenkt, dass die Hochschulen in den Großstädten stärker im Fokus stehen, ist der Erfolg der Wirtschaftsinformatik in Weingarten noch umso höher zu bewerten“, so Professor Dr. Thomas Spägele, Rektor der Hochschule in Weingarten.

Optimaler Einstieg ins Berufsleben

Um die Studierenden auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, muss man dessen Anforderungen kennen. „Alle unsere Professorinnen und Professoren kommen aus der Berufspraxis“, sagt Professorin Dr. Heidi Reichle, Dekanin des Studiengangs Wirtschaftsinformatik plus Lehramt. „Und zusätzlich haben wir eine Vielzahl von Lehrbeauftragten, die mit unseren Studierenden direkt an Fragstellungen aus ihrem unmittelbaren Berufsalltag arbeiten.“

Alle drei Bachelor-Abschlüsse im Bereich Wirtschaftsinformatik sind berufsqualifizierend. Ein weiterführender Masterstudiengang komplettiert das Angebot in Weingarten.

Exkursion zur Erwin Hymer Group

Am 27. Mai 2019 besuchte eine Gruppe Studierender der Wirtschaftsinformatik die Erwin Hymer Group in Bad Waldsee. Diese ist einer der größten Hersteller von Wohnwagen und Wohnmobilen mit vielen bekannten Marken wie Hymer, Dethleffs, Eriba, Niesmann +Bischoff usw.

Die Studierenden besuchten die Erwin Hymer Group vor allem aufgrund eines spannendes SAP Projektes im SAP HANA Umfeld. Hierzu wurden sie von Herrn Kösler, dem Leiter des Projektes S4Hymer empfangen. Zur Bergrüßung stief außerdem Herr Martin Brandt, CEO der Hymer Group hinzu, was die Wichtigkeit dieser Thematik unterstrich. Er stellte das Unternehmen vor und berichtete von den vielen Erfahrungen mit der Einführung von SAP in den letzten Jahren.

Im Anschluss stellte Herr Kösler das S4Hymer Projekt näher vor und zeigte die bisherigen Schritte des Projektes auf. Anschließend gab er einen Ausblick auf zukünftige Implementierungen und besprach mit den Studierenden die kritischen Punkte eines solchen Großprojektes.

Bei der anschließenden Werksführung konnten die Studenten einen Blick hinter die Kulissen werfen und bekamen aufgezeigt, wie ein Wohnmobil, angefangen bei der Fertigung von Holzteilen in der eigenen Werksschreinerei, bis zum schlussendlichen Zusammenbau entsteht.

Die Exkursion zur Erwin Hymer Group war eine tolle Erfahrung für die Studierenden. Die Hochschule freut sich auf weitere gemeinsame Aktivitäten.

Text: Natalia Eser/Moritz Haag

Exkursion zur Internet World Expo in München

Frank Thelen auf der Internet World Expo

Bereits im zweiten Jahr in Folge nahm der Studiengang „Internet und Online-Marketing“ an der Internet World Expo in München teil. 35 Studierende informierten sich in zwei großen Messehallen bei über 350 Ausstellern zu aktuellen Trends im Bereich Online-Marketing und Digitalisierung.

Das Vortragsprogramm der Messe bot mit über 100 Speakern in verschiedenen „Info-Arenen“ viel Gelegenheit sich zu aktuellen Themen der Digitalisierung und des E-Commerce aus erster Hand zu informieren. Die Hauptbühne, die sogenannte „Trend-Arena“, war dabei mit besonders prominenten Speakern besetzt. Den ersten Vortrag hielt Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der bayrischen Grünen und Oppositionsführerin im bayrischen Landtag. Sie plädierte für einen schnellen Ausbau der digitalen Infrastruktur, auch wenn man dafür Funkmasten errichten müsste. Sie verteidigte auch die DSGVO, die im Grundsatz gut sei, deren Einführung aber die Politik vermasselt habe.

Bis zum letzten Platz gefüllt war die TrendArena auch beim vielleicht prominentesten Speaker des Tages. Frank Thelen ging in seinem Vortrag „Raus aus der Komfortzone, rein in die Zukunft“ vor allem auf die nächsten 10 Jahre ein, die er als die herausforderndsten in der Menschheitsgeschichte bezeichnete. Bezüglich der Digitalisierung stünden Deutschland und die Welt am Nokia-Moment. Dies ist der Zeitpunkt zu dem man glaubt die aktuelle Technik werde noch lange der Standard sein, um im gleichen Moment von neuen Entwicklungen überrollt zu werden. KI, Blockchain & Smart Contracts, autonomes Fahren und mehr ergäben ein Zusammenspiel, das das alltägliche Leben komplett verändern werde. Thelen ging außerdem darauf ein, welche deutschen Unternehmen er deshalb als Investitionsobjekt ausgewählt habe und wie er sie zu Weltmarktführern ausbauen will.

Eines dieser Themen vertiefte im Anschluss Professor Sami Haddadin von der TU München. Er sprach über echte künstliche Intelligenz und darüber wie weit weg heutige Roboter, die hauptsächlich hinter Panzerglas in der Autoindustrie zum Einsatz kommen, von echter Intelligenz noch entfernt sind. Er stellte im Anschluss auch den intelligenten und mit Menschen interagierenden Roboterarm Franka vor, der es als eine der besten Innovationen 2018 sogar auf dem Cover des Time Magazine erschien.

Die Trendarena bot an diesem Tag noch viele weitere spannende Vorträge, vor allem zum Thema digitale Transformation und E-Commerce. So stellte Philipp Raub von b3ta das ungewöhnliche Konzept eines Ladens vor, in dem nichts direkt erworben, sondern nur ausprobiert und dann online bestellt werden kann. Dieses Kundenverhalten, das viele Einzelhändler als „Showrooming“ verteufeln ist bei dem Start-Up aus dem Silicon Valley das Geschäftsmodell. Auch Thorsten Schreib von Philipp Morris konnte von einem interessanten Wandlungsprozess erzählen. Während die Zahl der klassischen Raucher stets zurückgeht, entwickelte sich ein neuer Trend zu E-Zigaretten bzw. Verdampfern. Hierbei dürfen klassische Marken wie Marlboro, deren Marketingbudget bewusst vom Konzern auf 0 heruntergefahren wurde langsam sterben, während neue Marken aufgebaut werden.

Die Internet World Expo war für die Studenten auch in diesem Jahr eine wertvolle Erfahrung und die Exkursion ein voller Erfolg. Der Studiengang „Internet und Online-Marketing“ freut sich auf 2020.

Ereignishorizont Digitalisierung

Die Digitalisierung überrennt unsere Gesellschaft, Unternehmen, aber auch jeden Einzelnen von uns mit unvorstellbarer Dynamik und Wucht. Technologischer Fortschritt ist kaum mehr (be)greifbar – und gleichzeitig nie wieder so langsam wie heute! Dabei verliert Europa zunehmend den Anschluss, während in den USA und in China unnachgiebig technologische Standards gesetzt werden. Das alles macht vielen Menschen Angst.

Ein neues Blog des Wirtschaftsinformatik-Professors Bela Mutschler erklärt, wie radikal die Digitalisierung unser Leben tatsächlich verändert. Menschen neigen dazu, kurzfristige Veränderungen zu überschätzen und langfristige Veränderungen zu unterschätzen. Doch sind es gerade die langfristig durch die Digitalisierung ausgelösten ökonomischen und gesellschaftspolitischen Veränderungen, die Menschen neuartige Denkweisen aufzwingen und abverlangen, die uns aber auch nie gekannte Chancen eröffnen.

Auf der Website www.ereignishorizont-digitalisierung.de sind schon fast 30 Blogartikel zu finden – sortiert in vier verschiedenen Kategorien: Gesellschaftspolitik, Intelligente Maschinen, Future Shit und Business Input. Zuletzt wurden Themen aufgegriffen wie die Digitalisierung in China, die Digitalisierung der Medizin oder die Notwendigkeit einer fairen Digitalisierung. Auch die Bedrohung unserer Demokratie durch soziale Medien wurde bereits diskutiert.

Ziel des Blogs ist es die Digitalisierung in ihren Auswirkungen zu erklären und zu diskutieren – nicht zwingend wissenschaftlich, sondern so, dass wesentliche Zusammenhänge und Aspekte anschaulich anhand – auch von Beispielen – vermittelt werden. Es geht um Neuland-Missverständnisse, Gar-Nicht-So-Weit-Weg-Zukunftsfantasien, Nachdenkliches, aber auch Überraschendes aus der Welt der Digitalisierung. Sicher selektiv. Immer auch subjektiv! Ein Blog eben.

Zukünftig ist es geplant, auch spannende Beiträge von Gastautoren und Interviews mit Gestaltern der Digitalen Transformation zu veröffentlichen.

Wo die digitale Reise hingeht

Bereits zum sechsten Mal hat der Fachbereich Wirtschaftsinformatik der Hochschule Ravensburg-Weingarten zu seiner jährlich stattfindenden IT-Tagung eingeladen. In diesem Jahr stand das Thema Digitalisierung im Fokus. Vier Experten aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen berichteten von aktuellen Entwicklungen und diskutierten mit den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer darüber, wo die digitale Reise hingeht.

„Was wir heute erleben ist die nächste Stufe der digitalen Revolution, das Wirtschaftsleben wird sich grundsätzlich verändern.“ Mit diesen Worten eröffnete Professor Ekkehard Löhmann, Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informatik, die sechste IT-Tagung an der Hochschule in Weingarten. Welche Veränderungen zukünftig für unterschiedliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bereiche zu erwarten sind, darauf gingen die vier geladenen Referentinnen und Referenten in ihren Vorträgen genauer ein.

Tobias Riedel von der Robert Bosch GmbH in Heilbronn erklärte in seinem Vortrag „Automated Driving – Shaping the future of mobility“ die verschiedenen Formen des autonomen Fahrens. Anhand von zwei verschiedenen Modellen zeigte er auf, wie sich unsere Mobilität verändern könnte. Beim ersten Modell wird das Privatauto durch mehr Assistenzsysteme immer autonomer. Beim zweiten Modell gibt es das sogenannte Urban Automated Taxi: vollautomatisierte Taxis, die das Privatauto komplett ersetzen.

Im zweiten Vortrag widmete sich Evelyn Volz von den Wieland Werken aus Ulm in ihrem Vortrag „Smart Factory“ der Digitalisierung in der Fertigung. Mithilfe eines selbst programmierten MES Systems werden bei Wieland rund um die Uhr Maschinendaten erfasst und die erfolgreiche Produktion zahlreicher Halbzeuge gewährleistet. Das Unternehmen erforscht bereits den Einsatz von Smartwatches, Drohnen und Datenbrillen in der Fertigung, der Instandhaltung und anderen Bereichen der Produktion.

Anschließend gewährte Kerstin Straub vom Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg Einblicke in die Welt der Cyberspionage. Sie erläuterte die Gefahren, die täglich auf Privatpersonen und Unternehmen lauern, ob im Internet oder auch mithilfe von Spionagewerkzeugen, wie zum Beispiel kleinen, hochauflösenden Digitalkameras.

Zum Abschluss der IT-Tagung sprach Dr. Steffen Ehrmann, Chief Data Officer von Schwäbisch Media, zum Thema Big Data bzw. Business Intelligence. Um der Entwicklung des schwindenden Printbereichs entgegenzuwirken, hat sich Schwäbisch Media zum Ziel gesetzt, das „fitteste“ Medienhaus zu werden. Um das zu erreichen, haben sie Daten gesammelt und ausgewertet. Er gab in seinem Vortrag auch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Journalismus, wie ChatBots oder auch Roboter-Journalismus, die die Medienlandschaft komplett verändern werden.

Text: Moritz Haag/Franziska Mayer